Umfrage zeigt: Jede zweite Person hat noch nie gefastet

Das Thermomix Rezeptportal Cookidoo bietet gesunde Rezepte ohne auf Genuss oder Alltagstauglichkeit zu verzichten (c) Vorwerk

Wien, 12. Februar 2026

Die Fastenzeit hat für viele in Österreich (86 Prozent) an traditioneller Bedeutung verloren, erlebt jedoch als bewusste Auszeit für Körper und Geist einen Aufschwung. Das zeigt eine aktuelle, repräsentative Umfrage[1] von Thermomix® Österreich über das Marktforschungsinstitut TQS. 65 Prozent fasten, um ihre körperliche Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu steigern, 43 Prozent wollen durch Fasten eine Gewichtsreduktion erreichen. Mehr als ein Drittel (35 Prozent) gibt an, durch das Fasten einen bewussteren Umgang mit Konsum entwickeln zu wollen. Religiöse oder traditionelle Beweggründe treten hingegen deutlich in den Hintergrund.

Fastenzeit im Wandel

Für rund zwei Drittel der Bevölkerung spielt die Fastenzeit keine zentrale Rolle: 46 Prozent der Befragten geben an, noch nie gefastet zu haben, weitere 22 Prozent planen auch heuer keinen Verzicht. Gleichzeitig zeigt sich jedoch eine relevante Gruppe (insgesamt 30 Prozent), für die Fasten fixer Bestandteil des Lebensstils ist. Acht Prozent fasten regelmäßig, unabhängig von der Fastenzeit rund um Fasching und Ostern, und sechs Prozent halten die klassische 40-tägige Fastenperiode (ohne Sonntage) ein. Weitere sechs Prozent fasten beispielsweise an bestimmten Wochentagen und fünf Prozent fasten nur für eine bestimmte Zeit (z. B. 1-2 Wochen), während vier Prozent die gesamte Fastenzeit (inkl. Sonntage) fasten werden. Damit wird deutlich: Fasten ist heute weniger gesellschaftliche Norm als vielmehr eine bewusste, persönliche Entscheidung.

Gesundheit, Wohlbefinden und Konsumreduktion als Hauptmotive

Die Gründe fürs Fasten sind klar modern geprägt: Der Großteil der Fastenden nennt körperliche Gesundheit und Wohlbefinden (65 Prozent) sowie Gewichtsreduktion (43 Prozent) als zentrale Motive. Über ein Drittel der Befragten (35 Prozent) geben an, sich durch Fasten ein bewussteres Konsumverhalten aneignen zu wollen. Die religiösen oder traditionellen Hintergründe verlieren indes an Bedeutung.

Auch die Art des Fastens zeigt einen pragmatischen Zugang: Am häufigsten verzichten Fastende auf Alkohol (42 Prozent) und Zucker (41 Prozent). Für mehr als ein Drittel (37 Prozent) bedeutet Fasten zudem, süße, salzige oder saure Snacks wegzulassen. Deutlich seltener genannt werden der Verzicht auf Koffein (sieben Prozent) oder Nikotin (elf Prozent). Fasten wird damit nicht als Diät, sondern als bewusste Reduktion einzelner Konsumgewohnheiten interpretiert und so alltagstauglich wie möglich gestaltet.

Der Großteil der Fastenden nennt koerperliche Gesundheit und Wohlbefinden als zentrales Motiv (c) Vorwerk
Der Großteil der Fastenden nennt koerperliche Gesundheit und Wohlbefinden als zentrales Motiv (c) Vorwerk

Positive Effekte überwiegen deutlich

Die wahrgenommenen Auswirkungen des Fastens sind überwiegend positiv. Fast die Hälfte der Befragten berichtet von einem gesteigerten körperlichen Wohlbefinden (48 Prozent), mehr als ein Drittel von Gewichtsreduktion (36 Prozent). Rund 30 Prozent verspüren mehr Energie im Alltag. Negative Begleiterscheinungen wie körperliche Beschwerden (9 Prozent) oder Gereiztheit (6 Prozent) werden nur selten genannt.

„Die Ergebnisse zeigen sehr klar, dass Fasten heute vor allem als bewusste Pause verstanden wird – nicht als Verzicht um jeden Preis, sondern als Chance, dem eigenen Körper etwas Gutes zu tun“, sagt Julia Menzl, Thermomix® Österreich. „Viele Menschen möchten gesünder essen und achtsamer konsumieren, ohne dabei auf Genuss oder Alltagstauglichkeit zu verzichten. Genau hier setzt modernes, selbstbestimmtes Kochen an.“

Selbst wenn die Fastenzeit für viele keine feste Tradition mehr ist, wächst das Bedürfnis nach bewusster Ernährung und reflektiertem Konsum. Fasten wird zunehmend als individuelles Werkzeug für mehr Wohlbefinden genutzt.


[1] Umfrage von TQS & Vorwerk unter 1.000 Österreicher:innen, repräsentativ nach Geschlecht, Alter und Bundesland, Jänner 2026