Am 8. Juni haben 29 Bildungs- und Betreuungseinrichtungen aus den Bundesländern Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark, Kärnten, Tirol und Wien das Österreichische Umweltzeichen erhalten. Die diesjährige Verleihung fand im festlichen Ambiente des Umweltministeriums in Wien statt. Umweltminister Norbert Totschnig und Doris Wagner, Sektionschefin im Bildungsministerium, würdigten die ausgezeichneten Kindergärten, Schulen und außerschulischen Bildungseinrichtungen für ihr Engagement für Klimaschutz, Gesundheit und Bildung für eine nachhaltige Entwicklung.
Die Umweltzeichen-Richtlinie UZ-301 für Schulen und Pädagogische Hochschulen wurde im Jahr 2002 ins Leben gerufen. 2008 wurden die Richtlinie UZ-302 für außerschulische Bildungseinrichtungen und 2017 die UZ-303 für Kindergärten veröffentlicht. Durch die Integration von pädagogischen, gesundheitsfördernden und ökologischen Maßnahmen in den Bildungsalltag werden Wissen und Handeln über Umwelt- und Klimaschutz, Gesundheitsvorsorge und Bildungsqualität an die Kinder, Schülerinnen und Schüler und Auszubildenden vermittelt. Neben den Kriterien der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) erfüllen die Organisationen auch andere Anforderungen wie nachhaltige Beschaffung, gesunde Ernährung oder Qualitätsmanagement, um die Auszeichnung mit dem Nachhaltigkeitssiegel zu erhalten.
Grünes Engagement im Bildungswesen
Die diesjährige Verleihung des Umweltzeichens fand im Umweltministerium in Wien durch Umweltminister Norbert Totschnig und Doris Wagner, Sektionschefin im Bildungsministerium, statt. Sieben Kindergärten, 15 Schulen und sieben außerschulische Bildungseinrichtungen wurden ausgezeichnet. Umweltminister Norbert Totschnig betonte die Relevanz von Umweltbildung für eine nachhaltige Zukunft in Österreich: „Die heute ausgezeichneten Bildungseinrichtungen zeigen eindrucksvoll, wie Innovation, Engagement und Zusammenarbeit unsere Zukunft gestalten können. Mit ihren Ideen zu Mobilität, nachhaltiger Energieversorgung, regionaler Ernährung und verantwortungsvollem Umgang mit Ressourcen leisten sie einen wichtigen Beitrag zu einer lebenswerten und zukunftsorientierten Gesellschaft. Gleichzeitig schaffen Kooperationen zum Beispiel mit Biolandwirtinnen und Biolandwirten regionale Wertschöpfung.“
Bildungsminister Christoph Wiederkehr hebt die entscheidende Rolle von Kindern und Schülerinnen und Schülern beim Klimaschutz in Österreich hervor: „Mit ihren Klima- und Umweltprojekten vermitteln unsere Kindergärten und Schulen nicht nur wichtiges Wissen, sie machen Nachhaltigkeit im Alltag erlebbar. Die Kinder tragen diese Ideen in ihre Freundeskreise und Familien weiter und verändern so Schritt für Schritt ihr Umfeld. Als Bundesregierung setzen wir im Bildungssystem klare Akzente – etwa durch entsprechende Unterrichtsmaterialien –, damit dieser Anspruch auch in Zukunft eingelöst werden kann.“
Vorzeigeprojekte aus Tirol und Kärnten
‚Die Pädagogische Hochschule Tirol in Innsbruck überzeugte heuer mit einem besonderen Konzept: An der Hochschule wird Nachhaltigkeit nicht nur durch eine Nachhaltigkeitsstrategie gelebt, sondern die Studierenden können ihre umweltbezogenen Projekte in den zwei ebenfalls mit dem Österreichischen Umweltzeichen zertifizierten Praxisschulen umsetzen. Die angehenden Lehrerinnen und Lehrer beschäftigen sich mit ihren Klassen unter anderem mit dem Thema sauberes Wasser.
In Kärnten haben die Kindergärten Maria Gail, Preitenegg, St. Leonhard bei Villach und St. Magdalen Nachhaltigkeit in allen Abläufen fest etabliert. Die Kinder reflektieren selbst über nachhaltige Mobilität, Mülltrennung, Ressourcenschonung und setzen ihr Wissen in eigenen Praxisprojekten um.
Niederösterreichische und steirische Leuchtturmorganisationen
Das Umweltzeichen für außerschulische Bildungseinrichtungen erhielten die Akademie für Lern- und Familiencoaching in Waidhofen an der Ybbs sowie die bit social Bildungsakademie und Lebensgroß GmbH in Graz. Neuzugänge unter den Schulen in Niederösterreich sind die International Junior Highschool Herzogberg, die International Highschool Herzogberg sowie das Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Baden Frauengasse und die Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe Wiener Neustadt. In der Steiermark kommen die neuen ausgezeichneten Schulen mit der de La Tour Schule Sonnenhaus aus Leibnitz, mit der Mittelschule St. Peter am Ottersbach aus dem Bezirk Südoststeiermark und mit der Polytechnischen Schule Birkfeld aus dem Bezirk Weiz. Der Kindergarten 9 Deutsch Wagram in Niederösterreich sowie zwei Kindergärten aus Frohnleiten in der Steiermark – der Kindergarten Pinocchio und der Pfarrkindergarten – erfüllten ebenfalls die Kriterien der Umweltzeichen-Richtlinie UZ-303.
Wien und Oberösterreich bilden nachhaltig weiter
Neue ausgezeichnete Schulen aus Wien sind die HTBLVA für Textilindustrie und Datenverarbeitung Spengergasse in Wien-Margareten sowie in Wien-Hietzing die Business Akademie – Handelsschule und Handelsakademie Maygasse 43. Im Bereich der Erwachsenenbildung erhielten das Demokratiezentrum Wien / Bildungsbereich im 1. Bezirk und die International Academy for Hara Shiatsu im 8. Bezirk das Umweltzeichen. In Oberösterreich sind die Neuzugänge die Volksschule Kopfing (Bezirk Schärding), die Berufsschule Linz 8 sowie das Klimabündnis Oberösterreich in Linz.
Stetig wachsendes Netzwerk an Lizenznehmern
Ende Mai 2026 waren insgesamt 327 österreichische Bildungsinstitutionen Lizenznehmer des Umweltzeichens. Bei der diesjährigen Verleihung kamen insgesamt 29 Einrichtungen hinzu, davon sieben Kindergärten, 15 Schulen und sieben außerschulische Bildungseinrichtungen. Die Einrichtungen verteilen sich wie folgt auf die Bundesländer: Sieben aus der Steiermark, je sechs aus Kärnten und Niederösterreich, vier aus Wien und je drei aus Tirol und Oberösterreich. In Kärnten überzeugten vor allem die Kindergärten, während in Niederösterreich besonders die Schulen stark vertreten sind.
Über das Umweltzeichen: Seit mehr als 35 Jahren eine verlässliche Orientierungshilfe im Umwelt- und Klimaschutz
Für die Österreicherinnen und Österreicher bietet das Österreichische Umweltzeichen eine verlässliche Orientierung für nachhaltige und umweltfreundliche Kaufentscheidungen. Die staatlich ausgezeichneten Produkte und Dienstleistungen erfüllen strenge Umweltkriterien, geprüft durch ein unabhängiges Gesamtgutachten.
Insgesamt gibt es mit Stand Ende Mai 2026 1881 Lizenznehmer aus den verschiedensten Branchen, die die hohe Akzeptanz des Öko-Siegels unterstreichen. Im Tourismussektor steht das Österreichische Umweltzeichen für konsequente nachhaltige Betriebsführung in Hotels, Gastronomiebetrieben, Campingplätzen und Schutzhütten sowie bei Veranstaltungen, die als Green Meeting oder Event organisiert werden. Tourismusdestinationen sowie Reiseangebote runden das Portfolio ab. Ausgezeichnete Schulen, Kindergärten und Bildungseinrichtungen stehen für hohe Bildungsqualität und setzen auf Klimaschutz und gelebte Nachhaltigkeit. Im Bereich Kunst und Kultur können sich Theater, Museen, Kinos sowie Film- und TV-Produktionen mit dem Umweltsiegel zertifizieren lassen. Am europäischen Markt dient das EU Ecolabel seit mehr als 30 Jahren als einheitliche Kennzeichnung für umweltfreundliche Produkte, Dienstleistungen und Tourismusbetriebe.
