8. April 2026
Der Heizölpreis in Österreich war nach dem Osterwochenende auf einem Rekord-Niveau und hat sogar die Werte nach dem Angriff von Russland auf die Ukraine übertroffen. Auch wenn seit wenigen Stunden der Preis wegen des vorübergehenden Waffenstillstands leicht nachgibt, sieht Energieexperte Stefan Ortner, der gerade erst von Gesprächen mit EU‑Energiekommissar Dan Jørgensen aus Brüssel zurückgekehrt ist*, darin keine dauerhafte Preiserholung.
„Die EU blickt besorgt auf die Preisentwicklungen und sucht derzeit nach europäischen Lösungen, um Abhängigkeiten zu reduzieren – das war auch zentraler Bestandteil unserer Gespräche. Solange wir unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen nicht besser eindämmen und auf europäische, nachhaltige Energieformen umsteigen, stehen alle, die mit Heizöl heizen in direkter Abhängigkeit zu Donald Trumps Tagesverfassung“, ist Ortner überzeugt.
„Die Nachrichten von dem vorübergehenden Waffenstillstand sorgen zwar kurzfristig für eine leichte Reduktion des Heizölpreises. Dies lenkt jedoch davon ab, dass wir am Dienstag nach dem Osterwochenende den höchsten Heizölpreis seit Beginn des Ukraine-Kriegs erreicht haben“, so der heimische Energiepionier über die aktuelle Situation. In Österreich war und ist die Situation besonders angespannt, denn noch am Montag kostete Heizöl rund 1,91 Euro pro Liter.
„Wer jetzt noch mit Heizöl heizt und seinen Tank füllen muss, bezahlt dafür 2.400 Euro mehr als noch vor fünf Wochen. Damit kostet eine einzige Tankfüllung (3000 Liter) rund 5.700 Euro, was einem Drittel der Kosten für die Umstellung auf erneuerbare Heizformen entspricht. Nur, dass ich dafür gar nichts bekomme, außer direkte Abhängigkeit von Donald Trumps Tagesverfassung“, rechnet Stefan Ortner vor.
Weitere Informationen unter www.oekofen.com
* Führende Vertreter der europäischen Bioenergiebranche trafen sich vor dem Osterwochenende mit Energiekommissar Dan Jørgensen und Beamten der Generaldirektionen Energie und Umwelt der Europäischen Kommission, um den Einsatz von Biomasse in der bevorstehenden EU-Strategie für Heizung und Kühlung zu besprechen. Stefan Ortner wurde vom Branchenverband Bioenergy Europe als heimischer Energieexperte und Weltmarktführer für Pelletsheizungen zu diesen Gesprächen eingeladen.
