Wien, 01. Dezember 2025
Knapp 400 Frauen fanden 2025 durch SHE goes DIGITAL (SGD) den Weg in die IT. 25 Unternehmen sowie Kooperationspartner*innen haben im Rahmen der Initiative erkannt, dass Diversität kein leeres Versprechen ist, sondern ein Wettbewerbsvorteil. Womit bewiesen wäre: Echte Veränderung braucht keine großen Worte, sondern konkrete Taten. Das war auch die zentrale Botschaft des Abschlussevents von SHE goes DIGITAL (SGD) am 25. November am Flughafen Wien. Über 110 Teilnehmerinnen verfolgten die spannenden Keynotes und Diskussionsbeiträge von hochkarätigen Vertreterinnen aus Politik und Wirtschaft.
Das Programm SHE goes DIGITAL (SGD), das interessierten Frauen die Digitalisierung in Unternehmen niederschwellig näher bringt, blickt auf ein außerordentlich erfolgreiches Jahr zurück: Hunderte Frauen haben die kostenlosen IT-Qualifizierungen und Unternehmensaktivitäten genutzt, über 400 Zertifikate wurden ausgestellt. Die dritte Programmrunde bestätigt damit eindrucksvoll, dass niederschwellige Zugänge zur Digitalisierung funktionieren – und dringend gebraucht werden. Doris Schmidauer, Mitinitiatorin des Programms, betont: „Mit SGD haben wir auch 2025 gezeigt: Wenn wir Barrieren aktiv abbauen und Frauen gezielt fördern, entstehen Karrierewege. Diese sind enorm wichtig für ein geschlechtergerechtes Miteinander von Frauen und Männern in der IT.“

Von der Vision zur messbaren Wirkung
Was die dritte SGD-Runde besonders macht: Erstmals konnten Teilnehmerinnen nicht nur Praxiseinblicke gewinnen, sondern auch standardisierte IT-Zertifikate erwerben – vom Dig-CERT für digitales Allgemeinwissen bis zu Herstellerzertifikaten von Microsoft. Diese Kombination aus praktischer Erfahrung und formal anerkannten Qualifikationen erwies sich als Erfolgsformel. „Wir haben in diesem Jahr umso mehr erlebt, wie kraftvoll es ist, Frauen nicht nur zu inspirieren, sondern ihnen auch konkrete Werkzeuge für ihre Karriere mitzugeben“, erklärt Ingrid Heschl, HR Lead bei Microsoft und SGD-Mitinitiatorin. „Die IT-Branche verliert jährlich enormes Potenzial, weil Frauen sich nicht gesehen oder nicht qualifiziert genug fühlen. Dabei zeigen uns die SGD-Teilnehmerinnen: Die Talente sind da – wir müssen ihnen nur die Türen öffnen und ihnen zutrauen, dass sie diese durchschreiten.“
Das Erfolgsrezept: Praxis, Netzwerk, Zertifikate
Über 26 Unternehmensworkshops, zahlreiche Job-Shadowing-Möglichkeiten und Networking-Events prägten das Programmjahr. Besonders gefragt waren Erfahrungen zu KI-Anwendungen im Arbeitsalltag sowie Einblicke in konkrete IT-Berufsbilder. Die Teilnehmerinnen kamen aus allen Altersgruppen und Branchen – vom Quereinstieg bis zur gezielten Weiterqualifizierung. „Frauen in Tech sind unverzichtbar – sie sind entscheidend für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit“, betont Alexandra Eichberger, Group People Development & Culture bei der Erste Group. „Wir sind begeistert, wie die Teilnehmerinnen von SHE goes DIGITAL unsere Teams mit neuen Perspektiven bereichern. Dieser Aspekt der Vielfalt – wie auch andere Aspekte – stärkt uns als Organisation und treibt Innovation voran. Kultur entsteht nicht durch Worte, sondern durch Menschen, die wir fördern und stärken – und genau das tun wir.“
Gender Balance als Innovationstreiber
Die Bedeutung von ausgewogenen Teams für den Unternehmenserfolg unterstreicht auch DI Susanne Ebm, Leiterin des Bereichs Informationssysteme der Flughafen Wien AG: „Gender Balance ist für uns kein Schlagwort, sondern ein zentraler Erfolgsfaktor. Diverse Teams sind kreativer, lösen Probleme innovativer und bringen unterschiedliche Perspektiven ein – genau das brauchen wir in der IT. Dass Frauen in technischen Berufen noch immer deutlich unterpräsentiert sind, motiviert uns umso mehr, SHE goes DIGITAL zu unterstützen. Hier entstehen nicht nur Karrieren, sondern auch die Unternehmenskulturen von morgen.“

Zahlen, die überzeugen
Die Entwicklung ist eindrucksvoll: Von 130 Teilnehmerinnen im Pilotjahr 2022 über 500 in den Jahren 2023 und 2024 auf nun über 600 Anmeldungen in 2025. Parallel dazu wuchs das Partnernetzwerk: Drei Platin-Partner (Erste Group, Microsoft Österreich, Flughafen Wien), zwei Gold-Partner (REWE International, Wiener Stadtwerke) und über 20 Silver-Partner sowie zahlreiche Kooperationspartner wie LEA, AMS, ABZ Austria und fit4internet tragen das Programm gemeinsam.
Erfolgreicher SGD-Abschlussevent am Flughafen Wien
Den Abschluss des diesjährigen SGD-Programms 2025 machte eine große Veranstaltung am Flughafen Wien. Im Mittelpunkt standen dabei die Potenziale für Frauen in technischen und IT-Berufen und wie es gelingt, diese Chancen auch zu nutzen. IT und Digitalisierung sind das Rückgrat aller Unternehmen, wie der Flughafen Wien eindrucksvoll zeigt. Über 100.000 Passagiere frequentieren täglich die Terminals am Airport und nutzen IT-Prozesse entlang ihres gesamten Reiseverlaufs. IT wird also immer wichtiger – und die Branche braucht kompetente Fachkräfte. Der Frauenanteil ist in diesem Bereich mit 17–20 % in Europa noch deutlich zu niedrig. Wichtig sind dabei geeignete Rahmenbedingungen durch flexible Arbeitsmodelle und eine unterstützende Unternehmenskultur.
Moderatorin Mari Lang führte gekonnt durch die Programmpunkte: Nach einer spannenden Keynote von Susanne Ebm (Leiterin des Bereichs Informationssysteme am Flughafen Wien) folgten Interviews mit den SGD-Gründerinnen Doris Schmidauer und Ingrid Heschl. Im Anschluss beleuchtete Staatssekretär Alexander Pröll die Rahmenbedingungen für Frauen im Berufsleben. Spannende Inputs vermittelten die Diskussionsrunden mit Vertreterinnen von Microsoft, Erste Group und Flughafen Wien. Den Abschluss machte die Verleihung der Zertifikate für das SGD-Programm an die Teilnehmerinnen durch Doris Schmidauer und Ingrid Heschl.
Ausblick 2026: Weiterwachsen und vertiefen
Für 2026 plant SGD, das erfolgreiche Konzept auszubauen und noch mehr Frauen für Weiterbildungen im Bereich der Trendtechnologien zu qualifizieren. Besonders im Fokus: verstärkte Angebote für Wiedereinsteigerinnen und Frauen 50+. Ein weiteres Ziel ist es, mit der Initiative auch in den Bundesländern vermehrt Fuß zu fassen. Um auf Nachfragen von Unternehmen bzgl. fehlender IT-Kompetenzen in Österreich zu reagieren, werden erstmalig auch spezifische Module zu zukunftsrelevanten Technologien wie KI und Cybersecurity für jene Frauen im Programm angeboten, die bereits ein gewisses Basiswissen vorweisen können. „Jede Frau, die 2025 durch SGD ihren Weg in die IT gefunden hat, ist ein Erfolg – für sie selbst, für die Unternehmen und für die gesamte Digitalbranche“, so Doris Schmidauer abschließend. „Wir haben bewiesen, dass Chancengleichheit machbar ist, wenn alle an einem Strang ziehen.“
