Stillsiegel für die beiden größten Einkaufszentren Österreichs

vlnr Sabine Leuthner und Tobias Memminger von Westfield mit Sabrina Krejan von MAM (c) Himmelhoch

Wien/Vösendorf, 03. August 2026

Anlässlich der Weltstillwoche vom 1. bis 7. August erhalten das Westfield Donau Zentrum und die Westfield Shopping City Süd das von MAM Babyartikel initiierte Österreichische Stillsiegel. Damit setzen die beiden größten Einkaufszentren Österreichs ein klares Zeichen: Stillen ist in beiden Centern ausdrücklich willkommen. Wie wichtig dieses Zeichen ist, zeigen Erhebungen: 67 Prozent der Mütter berichten von Anfeindungen beim Stillen im öffentlichen Raum (2023: Umfrage von MAM unter 1.914 Müttern aus dem DACH-Raum) Die aktuelle repräsentative Umfrage von MAM und TQS zeigt zudem: Je älter das Kind, desto größer die Ablehnung (2026: Umfrage von MAM und TQS unter 1.000 in Österreich lebenden Personen).

Stillende Mütter sind in der Öffentlichkeit noch immer abschätzigen Blicken, ungefragten Kommentaren und offenen Anfeindungen ausgesetzt. Manche werden sogar aufgefordert, sich zurückzuziehen. Die zwei größten Einkaufscenter Österreichs setzen nun ein sichtbares Zeichen gegen Stillfeindlichkeit. Das Stillsiegel macht klar: Mütter entscheiden selbst, wann und wo sie ihr Baby stillen. Mit ihrem Bekenntnis zur Österreichischen Stillcharta verpflichten sich die Westfield Shopping City Süd und das Westfield Donau Zentrum zu einem respektvollen, still- und familienfreundlichen Umfeld.

Ein sichtbares Zeichen für Stillende
„Als Wiens größtes Einkaufszentrum sind wir für viele Menschen Teil ihres Alltags. Umso wichtiger ist uns, dass sich alle Besucher:innen bei uns willkommen und wohlfühlen. Dazu gehört auch, dass stillende Mütter ihr Baby jederzeit und überall bei uns stillen können, ohne sich erklären oder zurückziehen zu müssen. Mit dem Stillsiegel machen wir diese Haltung nun auch nach außen sichtbar“, sagt Melanie Hanousek, General Managerin des Westfield Donau Zentrums.

„Als größtes Einkaufszentrum Österreichs begrüßen wir jedes Jahr mehrere Millionen Besucher:innen. Diese Reichweite bringt auch Verantwortung mit sich. Wir möchten dazu beitragen, dass Stillen im öffentlichen Raum als das wahrgenommen wird, was es ist: etwas ganz Natürliches. Das Stillsiegel unterstreicht dieses klare Bekenntnis“, ergänzt Zsolt Juhasz, General Manager der Westfield Shopping City Süd.

Zwei von drei Müttern erleben Anfeindungen beim Stillen
Während Männer im Sommer oberkörperfrei durch die Stadt joggen, wird die weibliche Brust zum Problem – zumindest, wenn es darum geht, ein Baby zu ernähren. Verschiedene Erhebungen von MAM zeigen, wie stark gesellschaftliche Reaktionen den Alltag stillender Mütter beeinflussen. Zwei von drei Müttern (67 Prozent) berichten von Anfeindungen beim Stillen im öffentlichen Raum. Jede vierte Mutter (25 Prozent) gibt sogar an, ihr Baby aufgrund solcher negativen Erfahrungen nicht mehr in der Öffentlichkeit zu stillen (2024: MAM-Umfrage unter 5.478 Müttern in 13 europäischen Staaten).

Die aktuellste repräsentative Untersuchung zeigt zudem: Je älter das Kind, desto größer die Ablehnung. Bereits ab dem ersten Geburtstag empfinden 19 Prozent der Befragten öffentliches Stillen als unangemessen. Nur 39 Prozent akzeptieren es unabhängig vom Alter des Kindes.

„Unsere Zahlen zeigen, dass Stillen im öffentlichen Raum noch lange nicht selbstverständlich ist. Dass sich mit dem Westfield Donau Zentrum und der Westfield Shopping City Süd die zwei größten Shopping-Destinationen Österreichs unserer Initiative anschließen, ist daher ein bedeutender Schritt. Das Österreichische Stillsiegel wird damit genau dort sichtbar, wo Familien einkaufen, essen und ihre Freizeit verbringen. Die Botschaft ist eindeutig: Stillende und ihre Kinder sind hier willkommen“, sagt Sabrina Krejan von MAM Baby.

Mehr als 250 Unternehmen und Institutionen tragen das Stillsiegel
Bereits 2023 hat MAM das Österreichische Stillsiegel samt seinen Werten in Form einer Stillcharta ins Leben gerufen. Ziel der Initiative ist es, Stillen in der Öffentlichkeit zu normalisieren und sichere Räume für Stillende zu schaffen. Mittlerweile haben sich über 250 Unternehmen und Institutionen in ganz Österreich angeschlossen und tragen das Stillsiegel als sichtbares Zeichen. Betriebe und Institutionen sind dazu eingeladen, sich an der Initiative zu beteiligen. Das Österreichische Stillsiegel kann unter www.stillsiegel.at beantragt werden.