Umweltzeichen an 55 Schulen, Kindergärten und Bildungseinrichtungen verliehen

Umweltzeichen Verleihung Bildung Wien (c) BMLUK Hemerka

Wien, 23. Oktober 2025

Das Österreichische Umweltzeichen ist aus dem Bildungsalltag nicht mehr wegzudenken. Als anerkanntes, staatliches Gütesiegel für nachhaltiges Wirtschaften und umweltbewusstes Handeln gewinnt es auch im Schul-, Kindergarten- und Erwachsenenbildungsbereich zunehmend an Bedeutung. Am 22. Oktober wurden im Rahmen einer feierlichen Verleihung in Wien zahlreiche Schulen, Kindergärten und Bildungsinstitute ausgezeichnet. Die Überreichung der Urkunden erfolgt durch Umweltminister Norbert Totschnig und Bildungsminister Christoph Wiederkehr.

Seit 2002 gibt es die Umweltzeichen-Richtlinie UZ-301 für Schulen und Pädagogische Hochschulen, seit 2008 können sich mit der UZ-302 außerschulische Bildungseinrichtungen und seit 2017 mit der UZ-303 auch Kindergärten zertifizieren lassen. Ziel ist es, Wissen und Handeln über Umwelt- und Klimaschutz, Gesundheitsvorsorge und Bildungsqualität in den Schul- und Bildungsalltag zu integrieren. Daneben spielen auch Faktoren wie nachhaltige Beschaffung und gesunde Ernährung eine Rolle für die Auszeichnung mit dem Nachhaltigkeitssiegel.

Nachhaltigkeit im Bildungswesen

Das staatliche Umweltsiegel wurde nun am 22. Oktober im Rahmen einer Verleihung im Marmorsaal des BMLUK (Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz) in Wien von Umweltminister Norbert Totschnig und Bildungsminister Christoph Wiederkehr an 65 Schulen, Kindergärten und Bildungseinrichtungen vergeben – 55 der Bildungsstätten waren mit Vertreterinnen und Vertretern vor Ort. „Mit dem Österreichischen Umweltzeichen fördern wir Umwelt- und Klimaschutz, Gesundheit und Bildungsqualität in Schulen, Kindergärten und Bildungseinrichtungen. Durch Initiativen wie Abfallvermeidung, umweltfreundliche Mobilität, Energiesparen oder regionale Ernährung leisten diese Einrichtungen einen wichtigen Beitrag zu einem bewussteren Lebensstil und mehr Klimaschutz. Diese Aktivitäten wirken oft auch in die Gemeinden hinein und stoßen weitere Projekte an. Solche Initiativen sind Schlüssel für eine verantwortungsbewusste Gesellschaft und den Erhalt unseres Planeten“, so Bundesminister Norbert Totschnig vom BMLUK.

„Schule hat in jeder Hinsicht eine zentrale Bedeutung für die jungen Menschen, um sie von Kindheit und Jugend an auf die Herausforderungen ihrer eigenen Zukunft vorzubereiten. Die Themen Umweltbildung, Nachhaltigkeit sowie umweltbewusstes Verhalten spielen dabei eine wichtige Rolle und haben in der Schule sowohl im Unterricht als auch im Rahmen von Projekten einen hohen Stellenwert. Wir haben daher in den neuen Lehrplänen für die Primarstufe und die Sekundarstufe I, die im Herbst 2023 in Kraft getreten sind, einen besonderen Fokus auf Umwelt und Nachhaltigkeit gelegt. Es ist mir ein großes Anliegen, Schulen zu animieren, ihre Abläufe und Gewohnheiten zu überprüfen, zu optimieren und durch mehr Wissen und Bewusstsein beispielsweise mehr Energieeffizienz zu erreichen“, betonte Bildungsminister Christoph Wiederkehr.

Umweltzeichen-Familie wächst landesweit

Ende September 2025 waren bereits 217 Schulen Träger des Österreichischen Umweltzeichens. Bei der Verleihungsveranstaltung konnten nun jeweils sieben Schulen aus Kärnten und der Steiermark, sechs aus Wien sowie jeweils fünf aus Salzburg und Oberösterreich die Auszeichnung entgegennehmen. Weitere acht Schulen kamen aus den übrigen Bundesländern Burgenland, Niederösterreich, Tirol und Vorarlberg. Neun Kindergärten haben ebenfalls die Zertifizierung nach der UZ-303 erhalten: darunter vier aus Wien, drei aus Kärnten und jeweils ein Kindergarten aus der Steiermark und Tirol. Bei den Bildungseinrichtungen liegt der Schwerpunkt der neuen Lizenznehmer in Wien, hier wurden fünf Betriebe ausgezeichnet, weiters wurden jeweils eine steirische, Kärntner und Tiroler Bildungseinrichtung mit dem Gütesiegel prämiert.