Volksbanken-Studie: Regionalität und Nachhaltigkeit prägen Österreichs Unternehmen

Gerald_Fleischmann (c) Joachim Haslinger

Die Volksbanken-Unternehmer:innen-Studie, durchgeführt vom Gallup Institut, zeigt:

  1. 84 Prozent der Unternehmer:innen setzen auf Regionalität
  2. 96 Prozent der Unternehmen forcieren Nachhaltigkeit
  3. Mehr als jede:r zweite Unternehmer:in sorgt privat vor

Wien, 05. August 2026

Seit 2018 führt das Gallup Institut im Auftrag des österreichischen Volksbanken-Verbundes eine jährliche Befragung unter Österreichs Unternehmer:innen durch. Für die aktuelle Ausgabe wurden im Frühjahr 2026 mehr als 1.000 Unternehmer:innen befragt. Auf Basis dieser Interviews liefert die Volksbanken-Unternehmer:innen-Studie ein aktuelles Stimmungsbild der heimischen Wirtschaftstreibenden. Die Ergebnisse machen deutlich: Die Zufriedenheit unter den heimischen Unternehmer:innen ist hoch. 87 Prozent sind mit ihrem Unternehmerdasein zufrieden. Knapp drei Viertel (72 Prozent) stimmen zudem der Aussage zu, lieber Unternehmer:in als angestellt zu sein. Ebenso zeigt sich, dass Regionalität und Nachhaltigkeit für österreichische Betriebe eine zentrale Rolle spielen.

„Banken kommt bei der nachhaltigen Transformation der Wirtschaft eine Schlüsselrolle zu. Für uns bedeutet Nachhaltigkeit auch, Kapital dort wirken zu lassen, wo es geschaffen wird: in den Regionen, bei Unternehmen, Betrieben und Menschen vor Ort. Als regional verankerte Bank kennen wir die Herausforderungen und Investitionsvorhaben unserer Kundinnen und Kunden und können sie mit maßgeschneiderten Finanzierungslösungen auf ihrem Weg begleiten“, sagt Gerald Fleischmann, Generaldirektor der VOLKSBANK WIEN AG und Sprecher des Volksbanken-Verbundes.

84 Prozent halten Regionalität für wichtig
Eine deutliche Mehrheit der heimischen Unternehmer:innen hält den Aspekt Regionalität im Zusammenhang mit dem eigenen Unternehmensstandort für wichtig. Während 81 Prozent der männlichen Unternehmer der Aussage, dass Regionalität wichtig sei, zustimmen, sind es bei den weiblichen Unternehmerinnen sogar 89 Prozent. Für 62 Prozent der befragten Unternehmer:innen zeigt sich soziales Engagement, indem bevorzugt Mitarbeitende aus der jeweiligen Region eingestellt werden. 54 Prozent sind der Meinung, dass sich gesellschaftliche Verantwortung durch bewusste Auftragsvergabe an lokale Betriebe ausdrückt. Der Volksbanken-Verbund sieht sich damit in seinem Streben, die regionalen Wirtschaftskreisläufe zu stärken, bestätigt.

Mehr als 95 Prozent der Finanzierungen des Volksbanken-Verbundes erfolgen in den Regionen. Als regionale Hausbanken unterstützen die heimischen Volksbanken ortsansässige Unternehmen in ihren Investitionsvorhaben: 18 Prozent der Unternehmer:innen wollen in den nächsten ein bis zwei Jahren auf jeden Fall in der Region investieren, 24 Prozent werden dieses Vorhaben wahrscheinlich umsetzen. Auffallend ist, dass die Investitionsbereitschaft mit dem Alter abnimmt: Während bei den Befragten unter 40 Jahren 66 Prozent in den nächsten zwei Jahren investieren wollen, sind es ab 56 Jahren nur noch 31 Prozent und bei den über 65-Jährigen nur mehr 24 Prozent.

96 Prozent der Unternehmer:innen forcieren Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit wird bei den Unternehmen großgeschrieben: Lediglich vier Prozent der heimischen Betriebe geben an, keine Maßnahmen im Bereich Nachhaltigkeit zu setzen. 55 Prozent der Unternehmen setzen Maßnahmen zu Energieeffizienz beziehungsweise zur Reduktion des Energieverbrauchs um, jeweils 42 Prozent engagieren sich im Bereich Soziale Verantwortung gegenüber Mitarbeitenden sowie bei Kreislaufwirtschaft und Abfallmanagement, 41 Prozent wiederum reduzieren aktiv den eigenen CO2-Ausstoß. Auch bei Investitionen gewinnt Nachhaltigkeit zunehmend an Bedeutung. Laut Volksbanken-Unternehmer:innen-Studie haben 43 Prozent der heimischen Unternehmen im vergangenen Jahr in nachhaltige Projekte investiert, weitere 28 Prozent befanden sich zum Zeitpunkt der Befragung bereits in der Planungsphase. Investiert wird vor allem in erneuerbare Energien, Heizungsumstellungen, energiereduzierende Maßnahmen, Abfall- und Wasserreduktion sowie Gebäudesanierungen. Dabei zeigt sich: Je mehr Mitarbeitende ein Unternehmen hat, desto höher ist tendenziell die Anzahl der Nachhaltigkeitsprojekte.

Mehr als die Hälfte der Unternehmer:innen sorgt privat vor
Die Ergebnisse der aktuellen Volksbanken-Unternehmer:innen-Studie zeigen zudem, dass sich heimische Unternehmer:innen zunehmend nicht mehr ausschließlich auf die staatliche Vorsorge verlassen: 54 Prozent der Befragten geben an, eine private Rentenversicherung zu haben (2025: 40 Prozent), jeweils 51 Prozent setzen auf eine private Krankenversicherung und/oder eine Unfallversicherung (2025: 47 bzw. 40 Prozent). Bei der Veranlagung für die eigene Vorsorge sind Immobilien im Trend: Während 2025 ein Viertel der Befragten (25 Prozent) angab, in Immobilien zu investieren, waren es 2026 bereits 36 Prozent. Auch die Finanzmärkte gewinnen an Bedeutung: 35 Prozent setzen auf Wertpapiere, Aktien und Anleihen (2025: 23 Prozent) und 33 Prozent auf Fonds und ETFs (2025: 31 Prozent). Auf Gold und Edelmetall vertrauen 18 Prozent der Befragten (2025: 11 Prozent).

Der Volksbanken-Verbund
Der Volksbanken-Verbund ist eine österreichweit tätige Bankengruppe, zu der die acht regionalen Volksbanken, die Österreichische Ärzte- und Apothekerbank sowie die Marke SPARDA-BANK zählen. Die Zentralorganisation des Verbundes ist seit Juli 2015 die VOLKSBANK WIEN AG. Der Volksbanken-Verbund verfügt über eine Bilanzsumme von rd. 32,9 Mrd. Euro und betreut mit 3.168 Mitarbeitenden (Vollzeitäquivalente) in 231 Vertriebsstellen rund 1 Mio. Kundinnen bzw. Kunden in ganz Österreich (Stand: 31.12.2025). Weitere Informationen auf www.volksbank.at bzw. www.volksbank.at/nachhaltigkeit. Die hier dargestellten Angaben dienen, trotz sorgfältiger Recherche, ausschließlich der unverbindlichen Information. Druckfehler und Irrtümer vorbehalten.

VOLKSBANK WIEN AG
Die VOLKSBANK WIEN AG ist mit 1.326 Mitarbeitenden (Vollzeitäquivalente Konzern) und 54 Vertriebsstellen in den Regionen Wien, Burgenland, Weinviertel, Waldviertel und Industrieviertel sowie der österreichweiten Marke SPARDA-BANK die größte der österreichischen Volksbanken. Neben dem eigenen Retailgeschäft erfüllt die VOLKSBANK WIEN AG seit Juli 2015 als Zentralorganisation auch übergeordnete Aufgaben für den Volksbanken-Verbund (Stand: 31.12.2025). Weitere Informationen auf www.volksbankwien.at bzw. www.volksbank.at/nachhaltigkeit. Die hier dargestellten Angaben dienen, trotz sorgfältiger Recherche, ausschließlich der unverbindlichen Information. Druckfehler und Irrtümer vorbehalten.

Aus Sicht von Himmelhoch
Für uns bei Himmelhoch zeigt sich am Beispiel der Volksbanken-Unternehmer:innen-Studie, dass Regionalität und Nachhaltigkeit dort zusammenfinden, wo Unternehmen Investitionen bewusst vor Ort wirksam machen: durch energieeffiziente Betriebsstätten, Aufträge an lokale Betriebe und Beschäftigung aus der Region. Nachhaltigkeit umfasst damit nicht nur ökologische Maßnahmen, sondern auch stabile regionale Wirtschaftskreisläufe und soziale Verantwortung. Für die Kommunikation dieses Wandels ist entscheidend, diese Zusammenhänge konkret zu benennen und ihren Nutzen für Unternehmen, Regionen und Menschen verständlich zu machen. So wird nachhaltige Transformation in Österreich als greifbare wirtschaftliche Entwicklung sichtbar.