Kalsdorf bei Graz, 19. Februar 2026
Am 18. März ist Global Recycling Day. Ein Anlass, um genauer hinzusehen, was tagtäglich im Müll landet, obwohl es noch wertvolle Dienste leisten könnte. Ganz vorne mit dabei: Kaffeesatz. Was nach dem Kaffeegenuss meist im Biomüll landet, lässt sich mit einfachen Mitteln sinnvoll weiterverwenden. J. Hornig zeigt, wie Kaffeesatz sinnvoll als Geruchsneutralisator oder natürliches Reinigungsmittel umfunktioniert werden kann.
Kaffeesatz bringt zwei Eigenschaften mit, die ihn zum praktischen Alltagshelfer machen, erklärt Victoria Spielberger, Senior Brand Managerin bei J. Hornig: „Der Kaffeesatz hat eine feine Körnung, die sich ideal zum sanften Scheuern eignet, sowie natürliche Kaffeeöle, die die Reinigungswirkung unterstützen. Diese Kombination macht ihn zu einer wirksamen,umweltfreundlichen und günstigen Alternative zu herkömmlichen Reinigungsmitteln.“
Dos and Don’ts: Anwendungstipps rund um Kaffeesatz
Nicht in den Abfluss: Entgegen veralteteter Haushaltstipps, eignet sich Kaffeesatz in Kombination mit heißem Wasser nicht dazu, verstopfte Abflüsse zu befreien. Kaffeesatz löst sich nicht auf und kann in Kombination mit anderen Rückständen verhärten und die Rohre verstopfen. Nach dem Reinigen sollte er mit Küchenpapier aufgenommen und der Kaffeesatz im Bioabfall entsorgt werden.
Schimmel vermeiden: Feuchter Kaffeesatz, etwa direkt aus dem Kaffeesatzbehälter des Vollautomaten, bietet ideale Bedingungen für Schimmelbildung. Wer ihn weiterverwenden möchte, sollte ihn frisch entnehmen und direkt verwenden oder dünn auf einem Backblech ausstreichen und vollständig trocknen lassen, bevor er in einem sauberen Glas aufbewahrt wird.
Hausmittel gegen unangenehme Gerüche
Wer schon einmal in einer Parfümerie war, kennt den Trick: Zwischendurch an Kaffeebohnen riechen, um die Nase zu neutralisieren. Genau dieser Effekt funktioniert auch im Haushalt. Kaffeesatz bindet Gerüche besonders gut. Verantwortlich dafür sind Stickstoffverbindungen und seine poröse Struktur, die Geruchsmoleküle einfängt und neutralisiert.
Gerüche an den Händen: Nach dem Schneiden von Zwiebeln oder Knoblauch einfach die Hände anfeuchten, mit etwas Kaffeesatz einreiben und gründlich abspülen.
Stinkende Schuhe: Getrockneten Kaffeesatz in ein Taschentuch oder einen Kaffeefilter füllen und über Nacht in den Schuh legen. Auch Sporttaschen oder Turnbeutel lassen sich so geruchsneutralisieren.
Fun Fact: Bereits im 19. Jahrhundert wurde Kaffeesatz als Reinigungsmittel für Nachtgeschirr genutzt: nicht nur wegen seiner schleifenden Wirkung, sondern gezielt gegen hartnäckige Gerüche.
Natürlicher Helfer bei hartnäckigem Schmutz
Kaffeesatz wirkt ähnlich wie eine milde Scheuermilch. Die feine Körnung hilft, Verschmutzungen mechanisch zu lösen, während die enthaltenen Kaffeeöle Ablagerungen zusätzlich lockern.
Grillrost, Backblech und Ofenzubehör: Kaffeesatz großzügig auf eingebrannte Stellen geben, etwas heißes Wasser hinzufügen und mit einem Schwamm oder Tuch reinigen. Die Körnung löst Angebranntes, während die Kaffeeöle die Reinigungswirkung unterstützen.
Vasen und enge Gefäße: Kaffeesatz einfüllen, heißes Wasser zugeben, kräftig schütteln, kurz einwirken lassen und gründlich ausspülen. Besonders bei Kalkrändern oder braunen Verfärbungen am Boden in Glasvasen zeigt sich die reinigende Wirkung gut, denn die Körnung erreicht Stellen, an die man mit einem Schwamm nicht herankommt.
Kaffeesatz fällt im Alltag ohnehin an, kostet nichts extra und kann dennoch wertvolle Aufgaben im Haushalt übernehmen. Der Global Recycling Day erinnert jedes Jahr daran, dass viele Dinge ein zweites Leben verdienen – und ihre Wiederverwendung nicht nur Ressourcen schont, sondern den Alltag oft vereinfachen kann.
