96 Prozent der heimischen Unternehmen forcieren Nachhaltigkeit

Bild vl Knieling Vohland Toegel Fiala (c) Stefan Seelig

Wien, 25. Juni 2026

Aktuelle Studie zeigt Biodiversität als wichtigen Nachhaltigkeitsfaktor – Großteil der kleinen und mittleren Unternehmen geht Projekte aktiv an

Seit 2018 führt das Gallup Institut gemeinsam mit dem Volksbanken-Verbund jährlich eine Studie unter Österreichs Unternehmen durch. Auf Basis von 1.000 Interviews gibt die Studie einen Einblick in die Herausforderungen des Unternehmerdaseins und ein Stimmungsbild der österreichischen Unternehmerinnen und Unternehmer.

Die aktuelle Studie, durchgeführt im Februar 2026, zeigt deutlich: Nachhaltigkeit ist in Österreichs Unternehmen fest verankert. 55 Prozent der Unternehmen setzen Maßnahmen zu Energieeffizienz beziehungsweise zur Reduktion des Energieverbrauchs. Jeweils 42 Prozent engagieren sich im Bereich Soziale Verantwortung gegenüber Mitarbeitenden sowie bei Kreislaufwirtschaft und Abfallmanagement. 41 Prozent reduzieren aktiv den eigenen CO2-Ausstoß. Lediglich vier Prozent der heimischen Unternehmen geben an, keine Maßnahmen im Bereich Nachhaltigkeit zu setzen.

Auch bei Investitionen gewinnt Nachhaltigkeit zunehmend an Bedeutung. Laut Unternehmer haben 43 Prozent der heimischen Unternehmen im vergangenen Jahr in nachhaltige Projekte investiert, weitere 28 Prozent befanden sich zum Zeitpunkt der Befragung bereits in der Planungsphase. Investiert wird vor allem in erneuerbare Energien, Heizungsumstellungen, energieeffiziente Maßnahmen, Abfall- und Wasserreduktion sowie Gebäudesanierungen. Dabei zeigt sich: Je größer das Unternehmen bezogen auf die Anzahl der Mitarbeitenden, desto höher ist tendenziell die Anzahl der Nachhaltigkeitsprojekte. Die heimischen Volksbanken begleiten österreichische KMU dabei als regionale Hausbanken beratend und finanzieren nachhaltige Vorhaben.

Biodiversität als Nachhaltigkeitsfaktor
Biodiversität steht im Zentrum des aktuellen Nachhaltigkeits-Ratgebers des Volksbanken-Verbundes und dem ÖGV. Denn Themen wie Ressourcensicherheit, Klimarisiken oder Bodenverfügbarkeit sind längst Teil der unternehmerischen Realität geworden. Biodiversität ist dabei weit mehr als ein reines Umweltthema: Sie spielt eine entscheidende Rolle in der Abhängigkeit von Rohstoffen, funktionierenden Lieferketten oder gesunden Mitarbeitenden. Werden die Ressourcen knapper und steigen damit die Kosten, wirkt sich das auf alle Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette aus. „Für den Volksbanken-Verbund ist Biodiversität ein wesentlicher Bestandteil der strategischen Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeit. Mit unserem Nachhaltigkeits-Ratgeber möchten wir das Thema greifbar machen und vor allem KMU bei der Transformation unterstützen“, sagt Monika Tögel, Nachhaltigkeitsbeauftragte für den Volksbanken-Verbund.

Nachhaltiges Bauen: Nachverdichtung statt Bodenversiegelung
Ein Vorzeigeprojekt aus dem aktuellen Nachhaltigkeits-Guide des Volksbanken-Verbundes stammt aus Kärnten. In Österreich wird nach wie vor zu viel Boden verbraucht. Wie wirtschaftliche Expansion bei gleichzeitiger Schonung der Bodennutzung gelingen kann, zeigt die Maschke Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH in Villach. Beim Umbau der Unternehmenszentrale setzt das Unternehmen gezielt auf die Nutzung bestehender Flächen. Durch einen Zubau im Bestand wird kaum zusätzliche Bodenfläche beansprucht – ein Beispiel dafür, wie wirtschaftliche Entwicklung und ein sparsamer Umgang mit Boden vereinbar sind.

Ergänzt wird das Projekt durch eine thermisch optimierte Bauweise, Fernwärme sowie eine Photovoltaikanlage. Das Villacher Familienunternehmen, das seit 1979 im Bereich Elektrotechnik und Gebäudelösungen tätig ist, zeigt damit, dass Nachhaltigkeit bereits bei der Frage beginnt, wie und wo gebaut wird. Finanziert wird das Projekt durch die Volksbank Kärnten.

Bereits zum sechsten Mal veröffentlichen der Volksbanken-Verbund und der ÖGV einen kostenlosen Nachhaltigkeits-Ratgeber für KMU. Mit Praxisbeispielen und konkreten Tipps soll der Guide Unternehmen bei ihrer nachhaltigen Transformation unterstützen.

Alle Ausgaben der Reihe „So geht Nachhaltigkeit für KMU und Genossenschaften“ stehen kostenlos unter www.volksbank.at/nachhaltigkeit zur Verfügung.

Präsentation im Rahmen des respACT Lab Events am 17. Juni
Mitte Juni hatten Interessierte die Möglichkeit, am respACT Lab teilzunehmen. Gemeinsam mit dem Naturhistorischen Museum Wien, das seine wissenschaftliche Perspektive einbrachte, konnte dieses interaktive Event eine Verbindung zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und praktischer Umsetzung schaffen. Im Rahmen der Veranstaltung stellte Monika Tögel, Nachhaltigkeitsbeauftrage für den Volksbanken-Verbund, den neuen Nachhaltigkeits-Ratgeber vor.

Der Volksbanken-Verbund
Der Volksbanken-Verbund ist eine österreichweit tätige Bankengruppe, zu der die acht regionalen Volksbanken, die Österreichische Ärzte- und Apothekerbank sowie die Marke SPARDA-BANK zählen. Die Zentralorganisation des Verbundes ist seit Juli 2015 die VOLKSBANK WIEN AG. Der Volksbanken-Verbund verfügt über eine Bilanzsumme von rd. 32,9 Mrd. Euro und betreut mit 3.168 Mitarbeitenden (Vollzeitäquivalente) in 231 Vertriebsstellen rund 1 Mio. Kundinnen bzw. Kunden in ganz Österreich (Stand: 31.12.2025). Weitere Informationen auf www.volksbank.at bzw. www.volksbank.at/nachhaltigkeit. Die hier dargestellten Angaben dienen, trotz sorgfältiger Recherche, ausschließlich der unverbindlichen Information. Druckfehler und Irrtümer vorbehalten.

VOLKSBANK WIEN AG
Die VOLKSBANK WIEN AG ist mit 1.326 Mitarbeitenden (Vollzeitäquivalente Konzern) und 54 Vertriebsstellen in den Regionen Wien, Burgenland, Weinviertel, Waldviertel und Industrieviertel sowie der österreichweiten Marke SPARDA-BANK die größte der österreichischen Volksbanken. Neben dem eigenen Retailgeschäft erfüllt die VOLKSBANK WIEN AG seit Juli 2015 als Zentralorganisation auch übergeordnete Aufgaben für den Volksbanken-Verbund (Stand: 31.12.2025). Weitere Informationen auf www.volksbankwien.at bzw. www.volksbank.at/nachhaltigkeit. Die hier dargestellten Angaben dienen, trotz sorgfältiger Recherche, ausschließlich der unverbindlichen Information. Druckfehler und Irrtümer vorbehalten.