Regensburg, 22. Oktober 2026
Auf den Punkt gebracht
Eine repräsentative Umfrage von Tieto Germany und TQS Research & Consulting zeigt, wie Berufstätige in Deutschland KI-Assistenten nutzen und welche Rolle betriebliche Vorgaben dabei spielen. Tieto ist ein Software- und Technologieberatungsunternehmen mit Standorten in Österreich und Deutschland. Himmelhoch unterstützt Tieto in der PR-Betreuung.
- 20 % der Berufstätigen nutzen KI-Assistenten ohne Wissen ihres Arbeitgebers.
- 20 % setzen ausschließlich auf vom Arbeitgeber genehmigte KI-Assistenten.
- 40 % verzichten vollständig auf KI im Arbeitsalltag.
- 24 % nutzen keine KI-Assistenten, weil klare Richtlinien im Unternehmen fehlen. 16 % vertrauen den Ergebnissen nicht ausreichend.
- In einer ergänzenden Befragung von über 200 KI-Verantwortlichen deutscher Mittel- und Großunternehmen geben 27 % an, ein Restrisiko bewusst zu akzeptieren und „Schatten-KI“ zuzulassen.
Die Bevölkerungsbefragung umfasst 1.000 Personen in Deutschland, darunter 757 Berufstätige. Robert Kaup, Head of Tieto Tech Consulting Central Europe, plädiert für klare Richtlinien, genehmigte KI-Tools und gezielten Kompetenzaufbau.
„Schatten-KI“ in Deutschland: Jeder Fünfte nutzt im Job heimlich KI-Assistenten – 40% verzichten ganz auf KI
Jede*r fünfte Berufstätige in Deutschland (20%) nutzt KI heimlich im Job – ohne Wissen des Arbeitgebers. Dieses Phänomen der „Schatten-KI“ beschreibt die unerlaubte Nutzung von Künstlicher Intelligenz. Nur 20% der Befragten setzen ausschließlich auf genehmigte KI-Assistenten. Gleichzeitig verzichten 40% komplett auf KI, vor allem aufgrund fehlender Richtlinien oder Misstrauens in die Ergebnisse. Das zeigt eine neue repräsentative Umfrage von Tieto Germany und TQS Research & Consulting unter mehr als 750 Berufstätigen.
„Der KI-Einsatz im Job schreitet schneller voran, als Arbeitgeber mithalten können. Beschäftigte wollen ihre gewohnte private KI-Nutzung auch beruflich einsetzen, um produktiver zu arbeiten. Doch bei den technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen hinken deutsche Unternehmen hinterher“, sagt Robert Kaup, Head of Tieto Tech Consulting Central Europe.
Dieses Gefälle zwischen privater und beruflicher Nutzung führt dazu, dass der Studie zufolge etwa ein Viertel der Berufstätigen (24%) derzeit keine KI-Assistenten einsetzt, weil es im Unternehmen an klaren KI-Richtlinien fehlt. Darüber hinaus spielt auch die Qualität verfügbarer KI-Anwendungen eine Rolle: 16 Prozent der Berufstätigen verzichten ganz auf KI im Arbeitsalltag, weil sie den Ergebnissen nicht ausreichend vertrauen. Weitere 15 Prozent planen den Einsatz von KI-Assistenten erst in naher Zukunft.
„Schatten-KI“: Warum nutzt jede*r Fünfte heimlich KI-Assistenten?
Das Fehlen von KI-Richtlinien führt auch dazu, dass viele Berufstätige auf die „Schatten-KI“ zurückgreifen – vor allem jüngere Arbeitnehmer*innen (36% bei 16- bis 29-Jährigen) und kontinuierlich abnehmend mit dem Alter (13% bei den 50- bis 65-Jährigen). „Schatten-KI ist ein Damoklesschwert für Unternehmen: Sie treibt die Produktivität, riskiert aber Datenschutzverletzungen, sobald Mitarbeitende vertrauliche Firmendaten in öffentliche KI-Plattformen eingeben. Wer jetzt keine klaren Regeln schafft, verliert die Kontrolle“, warnt Kaup.
Jeder vierte Arbeitgeber akzeptiert Risiko des unkontrollierten KI-Einsatzes
Doch wie reagieren Arbeitgeber auf das Phänomen „Schatten-KI“? In einer weiteren TQS-Umfrage hat Tieto Germany über 200 deutsche KI-Verantwortliche in Mittel- und Großunternehmen (mehr als 250 sowie mehr als 500 Mitarbeitende) befragt: Während etwa die Hälfte auf Prävention (47%) durch klare Richtlinien und genehmigte KI-Tools sowie Kontrolle durch technische Maßnahmen (45%) setzt, akzeptiert jeder vierte Arbeitgeber (27%) bewusst ein Restrisiko und lässt „Schatten-KI“ zu.
Nur 20% der Berufstätigen nutzen genehmigte KI-Assistenten
Trotz aller Hürden hat KI bereits in vielen deutschen Büros Einzug gehalten, aber nur ein Fünftel der Berufstätigen (20%) nutzt ausschließlich vom Arbeitgeber genehmigte KI-Assistenten. Zusammen mit der „Schatten-KI“ steigt die Zahl der Nutzer*innen auf 40% der Berufstätigen – ausgeglichen bei Männern (41%) und Frauen (39%). Die Nutzung erhöht sich dabei auch mit zunehmendem Bildungsniveau: von 28% bei Menschen ohne Abitur auf rund 57% bei jenen mit Abitur.
„KI-Assistenten sind in Deutschlands Betrieben angekommen – aber oft durch die Hintertür. Das ist ein Warnsignal. Beschäftigte brauchen klare Richtlinien, genehmigte KI-Tools und gezielten Kompetenzaufbau. Nur so wird KI zum Produktivitätsfaktor statt zum unkontrollierten Risiko“, resümiert Kaup.
Über die Studie
Die Ergebnisse stammen aus einer Umfrage von Tieto Germany und TQS Research & Consulting. Die Erhebung erfolgte mittels CAWI (Computer Assisted Web Interviews). Befragt wurden 1.000 Deutsche repräsentativ nach Geschlecht, Alter, Bundesland und Bildung, davon 757 Berufstätige.
Über Tieto
Tieto ist ein führendes Software- und Technologieberatungsunternehmen mit nordeuropäischen Wurzeln und rund 13.000 Mitarbeitenden weltweit. Mit spezialisierten Software- und Consultingexpert:innen entwickelt das Unternehmen geschäftskritische Lösungen für Kund:innen aus unterschiedlichsten Branchen. In Zentraleuropa ist Tieto mit Standorten in Österreich (Wien, Linz und Graz) sowie Deutschland (Regensburg) vertreten. Das Unternehmen steht für sinnvolle Innovationen und maßgeschneiderte Technologielösungen in den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI), Data & Cloud, Softwareengineering und Enterprise Applications. Tieto unterstützt Unternehmen dabei, neue Technologien in ihre Kernprozesse zu integrieren und sich so zu Vorreitern der digitalen Transformation zu entwickeln. Als Implementierungspartner unter anderem von SAP und Microsoft begleitet der Technologiedienstleister Unternehmen aus Industrie, Finanzwesen, öffentlichem Sektor und weiteren Branchen bei der Digitalisierung und Automatisierung ihrer Geschäftsprozesse. Zu den Kund:innen von Tieto zählen unter anderem Bosch, ÖBB, ASFiNAG, Semperit, Corteva, ABB, Allianz Bank, Volvo Trucks, Bose und Polestar. Weitere Informationen unter www.tieto.com/de
Aus Sicht von Himmelhoch
Zwischen dem, was KI technisch ermöglicht, und dem, was im Arbeitsalltag geregelt ist, liegt eine konkrete Kommunikationsaufgabe: Beschäftigte brauchen Orientierung, welche Anwendungen sie wofür einsetzen können. Die Ergebnisse von Tieto Germany und TQS machen diese Spannung sichtbar, sowohl durch die Darlegung der heimlichen Nutzung als auch durch Hinweise auf den Verzicht aufgrund fehlender Richtlinien. Das Ziel für die Kommunikation zur Studie: Eine Zahl schafft Aufmerksamkeit, die fachliche Einordnung erklärt, warum sie für Unternehmen relevant ist. Wer Befunde mit konkreten Handlungsmöglichkeiten verbindet, macht Technologiekompetenz nachvollziehbar. In der PR-Betreuung von Tieto sehen wir darin einen wichtigen Mehrwert solcher Themen: Sie bringen eine oft abstrakte KI-Debatte näher an die Entscheidungen, vor denen Unternehmen und Beschäftigte tatsächlich stehen.
Häufige Fragen zur Studie über Schatten-KI
Wie viele Berufstätige nutzen KI ohne Wissen ihres Arbeitgebers?
20 % der Berufstätigen in Deutschland nutzen laut der Umfrage von Tieto Germany und TQS Research & Consulting KI-Assistenten ohne Wissen ihres Arbeitgebers. Bei den 16- bis 29-Jährigen beträgt der Anteil 36 %, bei den 50- bis 65-Jährigen 13 %.
Warum verzichten Berufstätige auf KI-Assistenten?
24 % der Berufstätigen in Deutschland nutzen laut der Studie keine KI-Assistenten, weil klare betriebliche KI-Richtlinien fehlen. 16 % verzichten auf KI im Arbeitsalltag, weil sie den Ergebnissen nicht ausreichend vertrauen.
Auf welcher Datengrundlage beruhen die Ergebnisse?
Tieto Germany und TQS Research & Consulting befragten mittels CAWI 1.000 Personen in Deutschland, repräsentativ nach Geschlecht, Alter, Bundesland und Bildung. Darunter waren 757 Berufstätige. Die Aussagen zum Umgang der Arbeitgeber mit Schatten-KI stammen aus einer weiteren Befragung von über 200 deutschen KI-Verantwortlichen in Mittel- und Großunternehmen.
